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Dienstag, 22. Oktober 2019
Stefan Vogel – Ein Leben für die Blütenbiologie
Vortrag von Prof. Dr. Regine Claßen-Bockhoff, Institut für Organismische und Molekulare Evolutionsbiologie, FB Biologie, Johannes Gutenberg-Universität
19.00 Uhr
in der Grünen Schule im Botanischen Gartens, Anselm-Franz-von-
Bentzel-Weg, 55128 Mainz.
Stefan Vogel (1925-2015) war einer der bedeutendsten Blütenbiologen seiner Zeit. Ihm gelang die Entdeckung zahlreicher blütenbiologischer Anpassungen, die zur Beschreibung von Parfümblumen, Pilzblumen oder Ölblumen führten. Seine Beobachtungen basierten auf vielen Forschungsreisen vor allem im tropischen Amerika und im südlichen Afrika. Stefan Vogel war 1947 an die neugegründete Johannes Gutenberg-Universität gekommen. Bereits 1949 schloss er hier seine Dissertation bei Wilhelm Troll ab. Es folgte 1950 eine zwölfmonatige Forschungsreise nach Südafrika, von der noch heute einige Pflanzen im Botanischen Garten erhalten sind. Bis 1973 forschte Stefan Vogel als Blütenökologe an der Universität Mainz, wechselte dann nach Berlin und 1977 an die Universität Wien. Von 1981 bis 1990 war der wieder als Botanik-Professor in Mainz tätig und in dieser Zeit auch Direktor des Botanischen Gartens.
Frau Prof. Dr. Regine Claßen-Bockhoff stellt in ihrem Vortrag das wissenschaftliche Lebenswerk von Stefan Vogel vor, in dessen Mittelpunkt die leidenschaftliche Erforschung der komplexen Beziehungen zwischen Blüten und ihren Bestäubern stand.